Erste Hilfe

Vorgehen im Notfall

Erste Hilfe bei Verbrennungen

  • Mit Wasser kühlen: Bei Verbrennungen aller Art und Grösse: Sofort während 15 Minuten kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Hier entscheiden Sekunden! Am besten eignet sich normales, kaltes Wasser (eintauchen, abspritzen). Nach der Kühlung Wunden möglichst steril zudecken. Verbrannte Kleider nicht entfernen, da sonst noch stärkere Gewebeschädigungen verursacht werden können.
  • Sanitätsnotruf 144: In ärztliche Behandlung gehören Verbrennungen die grösser als der Handteller des Betroffenen sind, über Gelenken, im Gesicht oder im Genitalbereich erfolgt sind sowie bei Kleinkindern. Grössere Verbrennungen und Verbrühungen sind lebensgefährlich, ab 50 Prozent der Körperoberfläche meist tödlich. Bei grossflächigen Verbrennungen ist sofort der Sanitätsnotruf 144 zu benachrichtigen.
  • Kinder sind besonders gefährdet: Feuer zieht grosse und kleine Kinder in seinen Bann. Feuerzeuge, Zündhölzer und brennbare Flüssigkeiten sind immer ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren. Verbote bewirken wenig. Viel besser ist es, Kindern die Gefahren des Feuers immer wieder zu erklären und den Umgang mit Feuer gemeinsam zu üben.

Was tun nach einem Brand?

Bei jedem Brand entstehen aus harmlosen Stoffen wie Möbeln und Baumaterialien gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte, die fest, flüssig und gasförmig sind. Deshalb sollten Sie zunächst die Brandstelle und umliegende Räume gut lüften, damit Dämpfe entweichen können. Feststoffe können sich in Form von Russ- beziehungsweise Rauchniederschlag auf Möbeln, Einrichtungsgegenständen, Nahrungsmitteln und Spielzeug ablagern. Gerade diese Partikel sind gesundheitsschädlich, besonders wenn sie eingeatmet oder verschluckt werden. Wenn Sie diese Verschmutzungen entfernen, sind in der Regel auch die Schadstoffe beseitigt, selbst wenn es bis zur endgültigen Sanierung noch intensiv verbrannt riechen sollte. Gesundheitliche Risiken bestehen normalerweise nicht. Dennoch sollten Sie die folgenden Hinweise beachten:

  • Beaufsichtigen Sie Kinder, wenn sie sich an der Brandstelle aufhalten.
  • Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie sich nach dem Brand unwohl fühlen oder andere gesundheitliche Beschwerden empfinden.
  • Betreten Sie Ihre Wohnung frühestens eine Stunde, nachdem das Feuer gelöscht und die Räume gut gelüftet sind. Sprechen Sie möglichst zuvor mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr.
  • Halten Sie sich nicht länger als nötig an der Brandstelle auf und tragen Sie keine Brandrückstände wie Russ oder Asche in saubere Bereiche.
  • Informieren Sie umgehend den Vermieter oder Hauseigentümer und – falls vorhanden – Ihre Hausrat- beziehungsweise Gebäudeversicherung.
  • Nehmen Sie zunächst nur von sichtbaren Russspuren gründlich gereinigte Dokumente, dringend benötigte Kleidung und andere wichtige Gegenstände mit.
  • Falls der Wasseranschluss beschädigt ist, beauftragen Sie bitte einen qualifizierten Gas- und Wasserinstallateur. Bevor Sie den Hahn aufdrehen, sollte er den Anschluss kontrollieren beziehungsweise reparieren.

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Feuerwehr: 118

Sanität: 144

Polizei: 117

Rega: 144

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